Japanische Meister Karate-Do

Tetsuji Murakami                1927 – 1987

 

Meister Murakami war der erste japanische Meister, welcher überhaupt nach Europa kam, dies im Jahre 1957.

Am 31. März 1927 wurde Tetsuji Murakami in Shizuoka, 250 km von Tokyo geboren. Mit sechzehn Jahren begann er sich, angezogen durch die Mystik und Härte des Karate-Do, wie man zu dieser Zeit in Japan eine Meinung von dieser Kampfkunst hatte, für eben diese Disziplin zu interessieren und in diesem Alter erhielt er 1943 seinen ersten Karate-Unterricht bei Meister Masaji Yamagushi im Yoseikan-Dojo in Shizuoka. Nach anfänglichen Prüfungen wurde Murakami von Meister Yamagushi erst drei Jahre später, 1946, definitiv zu seinem Schüler akzeptiert. Der junge Murakami wurde bald einmal der stärkste und gefürchtetste Schüler Yamagushis, trotz seiner kleinen Statur. Er musste oft  beispielsweise bei der Übung des Jiyu-Kumite ganze Training lang sitzen bleiben, da es keiner seiner Kollegen mehr wagte mit ihm zu üben.

Später unterrichtete er dort auch zusammen mit Hiroo Mochizuki, dem Sohn des legendären Budo-Meisters Minoru Mochizuki, der der Begründer des Yoseikan war. Murakami lernte dadurch auch andere Budo-Disziplinen kennen, wo er auch Dan-Träger im Kendo, Iaido und Aikido wurde.

Am 3. November 1957 zog Murakami auf Initiative eines französischen Budoka, Henri Plée als erster japanischer Karate-Meister nach Europa und liess sich in Paris nieder. Zwei Jahre später, 1959 begann er mit verschiedenen Lehrgängen in anderen Ländern wie Deutschland, England, Italien, Jugoslawien, Schweiz und Portugal. Es folgten auch Länder wie Algerien und Marokko.

Im Februar 1959 reiste Meister Murakami zum ersten Mal in die Schweiz nach Genève und im Oktober 1959 leitete er den ersten technischen Kurs in Sion bei Bernard Cherix, einem seiner ersten Schweizer-Karateschüler.

Weitere Lehrgänge und Vorführungen in der Schweiz fanden dann 1960 in Genève statt. Die Westschweiz, vorab Genève dann auch Lausanne und Sion wurden zu dieser Zeit zum Zentrum der Kampfkünste. In den Jahren 1958 bis 1960 entstanden dort in den Judo Clubs die ersten Sektionen der Disziplinen wie Kendo, Aikido, Ju Jutsu und Karate-Do. Vom 22. bis 28. Mai 1961 leitete Meister Murakami in Genève den ersten grossen Karate-Stage in der Schweiz, im Shungdo-Kwan Dojo des Judo Club Genève, welcher damals der bedeutendste Judo Club der Schweiz war.

Dieses Dojo war die Vorgänger-Schule des Kondo-Dojo. Meister Kondo war damals der erste japanische Judo-Meister, der wie Murakami nach Europa zog. Die Kurse in Sion fanden danach von 1960 bis 1965 jährlich statt.

Tetsuji Murakami leitete vom 4. bis 9. September 1966 den ersten Lehrgang in Bern, und zwar in der Turnhalle des damaligen Judo- und Ju Jitsu Club Bern.

1967, nach zehn Jahren in Europa kehrte Murakami-san erstmals wieder nach Japan zurück. Dort traf er Meister Egami wieder und lernte dessen weiterentwickelte Arbeit kennen. Nach diesem zweimonatigen Treffen mit Egami-san beschloss er sein Karate-Do in die Richtung desjenigen von Egami zu ändern. Diese „neue“ Arbeit nannte er wie die des japanischen Meisters, nämlich Shotokai. Murakami anerkannte Egami als Seniorität und wurde danach offizieller Gesandter des Honbu Dojo Tokyo und des Nippon Karate-Do Shotokai für Europa.

Im Juli 1969 fand der erste zweiwöchige Lehrgang in Serignan-Plage, Süd-Frankreich statt. Diese Lehrgänge sowie unzählige andere in Europa leitet Murakami bis kurz vor seinem Tod.

Im Frühling 1986 besuchte Murakami das letzte Mal seine Heimat Japan mit verschiedenen seiner europäischen Schülern. Im selben Jahr hat die Krebskrankheit Meister Murakami dermassen hingenommen, dass er ab Sommer dieses Jahres die Lehrgänge in Europa nicht mehr leiten konnte.

Am 24. Januar 1987 starb Meister Tetsuji Murakami in Paris. Damit ist der erste und letzte, wahrscheinlich auch der einzige wirkliche japanische Meister des traditionellen Karate-Do in Europa tot.

Um unseren Meister zu beschreiben, kann man Folgendes aussagen:

Meister Murakami war ein äusserst kompetenter Lehrer; respekt- und angsteinflössend. Der oben beschriebene Eindruck ist lange geblieben. Mit zunehmendem Alter trat diese Art in den Hintergrund. Die Methode des Unterrichts ist nicht gut, die Leute verzichten lieber, gehen weg. In den letzten Jahren war er für uns von freundschaftlicher Natur, fast wie ein älterer Bruder.

Tetsuji Murakami war ein Traditionalist, stark verbunden mit der alten Geschichte Japans, welcher die Geschichte/das Verhalten seines Landes nie in Frage stellen würde, vorallem nicht nach aussen. Er war von konservativer Art und auch Antiamerikaner.

Sein Denken und Handeln ging aus diesen Tatsachen hervor, auch seine Trainingsmethoden kommen von dorther. Unser Meister war ein kompromissloser Charakter, sehr pflichtbewusst und hatte einen extremen Gerechtigkeitssinn, dies auch zu seinem eigenen Nachteil. Zugleich war er sehr bescheiden und ein lustiger Mensch. Spiele waren seine Leidenschaft.

Tetsuji Murakami war kompromisslos und hatte klare, eigene Vorstellungen. Moderne Erkenntnisse hatten erst in den letzten Jahren eine Chance akzeptiert zu werden. Wie im Leben auch in der Praxis ein Traditionalist. Die Treffen, der Einfluss von Shigeru Egami sind eher eine Bestätigung seiner Art, so auch die Kontakte zu seinen ältesten Schülern in Japan. Murakami anerkannte Egami als kompetente Seniorität. Egami war, nicht in allen Punkten, aber besonders in der eigenen Arbeit ein ähnlicher Typ wie Murakami. In Bern haben wir nie “Shotokan” praktiziert, zum Beispiel hat man immer flüssige Bewegungen ausgeführt.

 

Die Frage der Charakterisierung des Karate von Meister Murakami kann wie folgt beantwortet werden:

Die effizienteste waffenlose Nahkampfform überhaupt. Murakami selber war ein extremer Kämpfer in reiner Form. Sein Karate-Do ist mit dem höchstmöglichen körperlichen Einsatz verbunden. Aus Weichheit und Natürlichkeit geht die höchstmögliche Zerstörung hervor. Starker Kampfwille mit nicht kontrollierbarem Siegeswillen. Ein Beispiel aus seiner Zeit: unter seinem Lehrer Yamaguchi wurde das Jiyu Kumite in einer Art Cup-System ausgeführt, das heisst alle Schüler knieten in einer Reihe und die zwei ersten kämpften gegeneinander. Der Sieger durfte dann einen beliebigen nächsten Schüler zum Kampf auffordern und dieser Sieger wiederum einen nächsten, und so weiter bis schliesslich jeder seinen Kampf bestritten hatte. Murakami selber blieb meistens bis zum Schluss sitzen, weil er wegen seiner extremen und kompromisslosen Art von allen gefürchtet wurde und man ihn nur wenn es nicht mehr anders ging, zum Kampf aufforderte.

Mit zunehmendem Alter, vorallem ungefähr in den letzten zehn Jahren seines Lebens, dies war auch die Zeit als ich ihn kennenlernte und bei ihm praktizierte, zeigte sich Murakami zunehmend als Meisterfigur, ja fast als Vaterfigur. Sein Karate-Do blieb aber wie es immer gewesen war: Kompromisslos, effizient, mit grösstmöglichem körperlichen Einsatz, geprägt von starkem Kampf- und Siegeswillen, perfekt in der Ausführung, natürlichen und „tyfigi“ (berndeutsch) Bewegungen.

Shigeru Egami                1912 – 1981

 

Meister Shigeru Egami wurde 1912 in Omuta, Fukuoka-Ken (Kyushu) als Sohn von Kaufleuten geboren. Im Kindesalter praktizierte er zuerst die Kampfkunst Judo.

1932 trat er in die Universität Waseda ein, entschloss sich für Karate-Do und wurde Mitglied des Karate-Kenkyu Kai. Als junger Mann war Egami San eher schwächlich wurde aber durch das viele und harte Karate-Training körperlich und konditionell sehr stark. Er entwickelte einen grossen Stolz auf seine Fähigkeiten, war etwas arrogant und zum Teil auch unbeliebt. Beruflich schloss er die Hochschule ab, wechselte dann aber sehr oft den Beruf. Karateka aus der damaligen Zeit wissen zu erzählen, dass Egami immer im Dojo war. Er wurde dann Lehrer und zum massgebenden Meister des Shotokan.

1935 gründet Meister Egami die Gruppe SHOTOKAI um Meister Gichin Funakoshi mit seinen Anhängern. Vier Jahre später, 1939 erfolgte die Einweihung des “Dai-Nippon Karate-Do Shotokan Dojo”. Heute liegt dieses Dojo in Meijiro, Toshima-Ku, Tokyo.

1945 wurde das Shotokan-Dojo durch Bombenabwürfe zerstört. Während dieser Zeit war er einstweiliger Vertreter von Meister Funakoshi und wurde Mitglied des Rates des Shotokan-Sitzes.

1945 starb Meister Gigo Funakoshi, der Sohn von Gichin, welcher vor Egami massgeblich an der Entwicklung des Karate-Do beteiligt und ein enger Freund von Egami war. Meister Shigeru Egami wurde der geistige und technische Leiter des traditionellen Shotokan. Später erkrankte er sehr schwer und musste sich mehreren Magenoperationen unterziehen. Er suchte nach einer Art oder Methode gleichwohl Karate-Do zu praktizieren und fand diese 1955 auch und nannte sie SHOTOKAI. Diese Richtung ist die Linie und Entwicklung des traditionellen Karate-Do.

1957 starb Meister Gichin Funakoshi. Egami gilt ab diesem Zeitpunkt als der legitime Erbfolge des Meisters. In dieser Zeit fand auch die Abspaltung einer jüngeren Generation von Karateka statt, welche zur Gründung des Wettkampf-Karate und damit der JKA, Japan Karate Association führte.

1958 festigte Egami die Gruppe “Shotokai” nach dem letzten Willen des Feuers Shoto-O Gichin Funakoshi mit seinen Anhängern.

Zuhnehmend gewannen die geistigen Aspekte des Budo Einfluss auf Egamis Karate-Do, so beispielsweise auch das Konzept des Aikido-Meisters Morihei Ueshiba. Hier entstanden Konzepte wie TO-ATE, die sich später auch im SHINTAIDO mit Meister Hiroyuki Aoki verbreiteten.

In seinem Buch „The Way of Karate, Beyond Technique“ oder der neuere Titel „The Way of Karate, The Heart of Karate-Do“ beschreibt Egami sowohl die Technik, die Änderungen der Technik als auch die geistigen Hintergründe dieser Kampfkunst.

Meister Shigeru Egami hatte sich zeit seines Lebens zur Aufgabe gestellt, solange wie möglich der Verwahrer des Karate-Do von Meister Funakoshi zu sein und diesen neu aufzubauen und zu entwickeln. Zu Beginn vertiefte er auch das Konzept seines Freundes Yoshitaka Funakoshi.

Als Lehrer von Nippon Karate-Do Shotokai baute er ein überaus hohes Niveau des Karate-Jutsu auf, entwickelte den Karate-Do und kreierte für diese hohe Kunst Zweige in Japan und der ganzen Welt.

Zudem war er Lehrer an den Universitäten Gakushuin, Chuo und Toho. Anlässlich der Gründung des Tokyu-Dojo, ein Dojo in einer Privatbahn in der Umgebung von Tokyo, wurde Meister Egami als Lehrer eingeladen.

Egami-san war wesentlich an der Förderung zur Gründung der Vereinigung der Karateka von ganz Japan beteiligt.

1976 wurde das Shotokan-Dojo von Funakoshi wieder aufgebaut und Meister Egami konnte als Leiter des Shotokan mit allen Getreuen wieder ins Honbu-Dojo einziehen.

1981, am 8. Januar, um 1900 Uhr starb Meister Shigeru Egami im Alter von 69 Jahren in Tokyo. Damit war der letzte grosse Karate-Meister des Zentral-Dojo in Tokyo tot. Die Nachfolge ist heute nicht genau geklärt: Zum einen vertritt man die Meinung der offizielle Nachfolger sei Tsutomu Oshima, zum andern war Egamis Wunsch-Nachfolger Tomoji Miyamoto.

Gichin Funakoshi                1869 – 1957

​

Meister Funakoshi gilt als der Begründer des modernen Karate, man könnte auch sagen des japanischen Karate, obwohl er selber nicht Japaner war, sondern Okinawaner. Sein erstes Streben war stets die geistigen und moralischen Aspekte des Karate-Do, also vorallem das Do hervorzuheben und auch dementsprechend zu unterrichten. Er wehrte sich zeit seines Lebens dagegen, Kampfsysteme zu entwickeln oder ein Wettkampfkarate zu befürworten. Hier sein Lebenslauf:

​

1869    

Geburt auf Okinawa im Bezirk Yamakawa cho, seine Familie gehörte einer Samurai-Familie der Shizoku-Klasse an. Sein Vater war Kon-Meister (okinawanischer Stock). Als Kind lebte er bei seinem Grossvater Gifu.

​

In der Grundschulzeit begegnete er seinem ersten Lehrer Anko Azato und begann bei ihm mit dem Studium des Karate-Do. Da zu dieser Zeit die Kampfkünste im Geheimen geübt wurden, trainierte er bei Azato jeweils in der Nacht. Bei ihm lernte er auch seinen zweiten Lehrer Yasutsune Itosu kennen, welcher sehr oft bei seinem Freund Azato zu Besuch war. Damals übte man beispielsweise eine Kata mindestens drei Jahre lang (Hito kata sannen) und Funakoshi schreibt in seinem Buch „Karate-Do, mein Weg“, dass er beispielsweise die Tekki-Kata zehn Jahre lang täglich üben musste bis sein Meister mit ihm zufrieden war.

​

1888

Prüfung zum Hilfslehrer an der Schule in Shuri

1891

Versetzung nach Naha und Beförderung zum  Hauptschullehrer. Hier beginnt er auch mit Meister Matsumura und anderen zu üben. Trotz der Versetzung behält er die Verbindung zu Azato und Itosu.

1901

Nach einer Demonstration in Naha beschliesst das Kultusministerium in Tokyo Karate in den Lehrplan der okinawanischen Schulen einzuführen. Durch politische Entspannung kam immer mehr der Zeitpunkt, wo sich das Geheimnis um die Kampfkünste Okinawas langsam zu lüften begann.

1916

Meister Funakoshi demonstriert zum ersten Mal Karate in Japan, in Kyoto. Ungefähr in dieser Zeit lässt sich Funakoshi als Schullehrer entlassen, um sich vollständig dem Karate zu widmen.

1920

Ein Meister namens Norimichi Yabu versucht Karate in den USA zu verbreiten. Das Vorhaben scheitert.

6.3.1921

Der Meister veranstaltet zu Ehren des japanischen Erbprinzen Hirohito auf Okinawa eine Karate-Vorführung.

1921

Die Vereinigung Okinawa Shobukai erhält vom japanischen Kultusministerium eine Einladung für eine Kampfkunst-Vorführung in Tokyo. Für diese Aufgabe wird Gichin Funakoshi bestimmt.

Mai 1922

Funakoshi reist zum ersten Mal nach Tokyo, und wie sich in der Folge zeigt, für immer.

Nov.1922

Er veröffentlicht sein erstes Buch „Ryukyu Kempo Karate“, welches vorallem seine fünfzehn Kata beschreibt.

1924

Meister Funakoshi eröffnet die erste Karate-Schule an der Keiyo-Universität.

1925

Funakoshi veröffentlicht sein zweites Buch „Rentan Goshin Karate Jutsu“, das die alten Shuri-Te Kata zeigt.

1926

Gründung einer Schule an der Ichiko-Universität

1927

Gründung von Schulen an den Universitäten Takushoku, Waseda, Hosei, Meiji, Nihon sowie an der medizinischen Hochschule Shodai, an der kaiserlichen Universität Todai, an der Wirtschaftshochschule und an der Landwirtschaftshochschule. Durch den grossen Zustrom von Schülern bessert sich auch Funakoshis Lebenssituation in Japan, denn zuerst lebte er lange unter sehr einfachen, fast ärmlichen Verhältnissen.

1927

Die ersten Schüler beginnen an der Todai-Universität an Wettkampf-Konzepten zu arbeiten. Funakoshi verbietet ihnen, sein Dojo jemals wieder zu betreten. In der Folge (1934 definitiv) verlässt ihn auch sein erster bedeutendster Schüler Hironori Otsuka.

​

In den dreissiger Jahren standen im Shotokan Lehrer wie Yoshitaka Funakoshi, Takeshi Shimoda, Shigeru Egami, Hiroshi Noguchi und Genshin Hironishi im Vordergrund. Es waren die Lehrer von Leuten wie Masatoshi Nakayama und Hidetaka Nishiyama, die immer wie mehr die Versportlichung des Karate forderten. Durch den sorgfältigen Aufbau des Honbu-Dojo von Funakoshi waren im Zentral-Dojo viele Schüler, die die Kampfkunst auch geistig meisterten, da der Meister vorallem die geistige Schicht Tokyos ansprach. Trotzdem entstand eine sehr starke Tendenz zu den Wettkämpfen, besonders in der jüngeren, dritten Generation seiner Schüler. Funakoshi musste Zugeständnisse machen, wobei er aber immer darauf achtete, dass das Wesen der Kunst nicht gefährdet wurde.

​

1935

Die erste Ausgabe seines Buches „Karate-Do Kyohan“ erscheint.

1936

Das SHOTOKAN DOJO in Tokyo im Meijuro-Viertel wird eröffnet.

1938

 Ohne Funakoshis Absicht wird die SHOTOKAN RYU gegründet.

1938

Sein Freund Jigoro Kano, der Begründer des modernen Judo stirbt.

1943

Gohon-Kumite, Sanbon-Kumite und Ippon-Kumite werden eingeführt.

1945

Das Shotokan-Dojo wird durch Bomben zerstört.

1945

Funakoshi reist nach Kyushu, wo er seine Frau nach dem Krieg wieder trifft.

1946

Masatoshi Nakayama kehrt von China nach Japan zurück. Dieser beginnt die jungen Schüler neu zu organisieren.

1947

Seine Frau stirbt, er reist nach Tokyo zurück und lebt ein Jahr zurückgezogen.

1948

Funakoshi übergibt die Leitung des Shotokan an Shigeru Egami.

1949

Nakayama gründet die JKA (Japan Karate Association) und nennt seinen Stil ebenfalls Shotokan. Meister Funakoshi wird ohne seine Zustimmung zum Ehrenausbilder ernannt. Funakoshi hatte aber zum JKA-Shotokan von sich aus keine Beziehung, da er mit den Zielen und der Arbeit dieser Leute in keiner Art und Weise einverstanden war. Die JKA benutzte seinen Namen als Markenzeichen und missbrauchte seine hohe Kunst zu eigennützigen Zwecken.

1955

Nakayama übernimmt die JKA selbst.

26.4.1957

Meister Gichin Funakoshi stirbt im Alter von 88 Jahren.

1958

Die zweite Ausgabe „Karate-Do Kyohan“ erscheint.