Murakamikai Schweiz

Der Murakamikai Schweiz ist eine Vereinigung von Dojo die aus dem von Tetsuji Murakami begründeten Karate-Do in der Schweiz hervorgegangen sind. Die Idee des Murakamikai Schweiz ist die Förderung und Weiterverbreitung unseres Karate-Do in der Schweiz und die Pflege der Gemeinschaft zwischen den verschiedenen Dojo. Das Dojo Bern als älteste und erste Schule der Schweiz trägt die Rolle des Honbu Dojo. Die Grundsätze des Budo sind oberstes Gebot.

Dem Murakamkai Schweiz sind zur Zeit folgende Schulen angeschlossen:

 

Dojo Bern 

Heian Budo Swisscom 

Heian Budo Belp 

Qigong Dao Timisoara 

Heian Budo Spiez

Dojo Agno

Dojo Tägertschi

Die erste Generation der Karateka des Murakamiki Schweiz inklusive unser Hauptleiter Martin Wälchli waren Schüler von Meister Tetsuji Murakami.

Meister Murakami war ein äusserst kompetenter Lehrer. Er war ein Traditionalist, stark verbunden mit der alten Geschichte Japans, welcher die Geschichte/das Verhalten seines Landes nie in Frage stellen würde, vorallem nicht nach aussen. Er war von konservativer Art und auch Antiamerikaner. Sein Denken und Handeln ging aus diesen Tatsachen hervor, auch seine Trainingsmethoden kommen von dorther. Unser Meister war ein kompromissloser Charakter, sehr pflichtbewusst und hatte einen extremen Gerechtigkeitssinn, dies auch zu seinem eigenen Nachteil. Zugleich war er sehr bescheiden und ein lustiger Mensch. Tetsuji Murakami war kompromisslos und hatte klare, eigene Vorstellungen. Moderne Erkenntnisse hatten erst in den letzten Jahren eine Chance akzeptiert zu werden. Wie im Leben auch in der Praxis ein Traditionalist.

Die Frage der Charakterisierung des Karate von Meister Murakami kann wie folgt beantwortet werden:

Die effizienteste waffenlose Nahkampfform überhaupt. Murakami selber war ein extremer Kämpfer in reiner Form. Sein Karate-Do ist mit dem höchstmöglichen körperlichen Einsatz verbunden. Aus Weichheit und Natürlichkeit geht die höchstmögliche Zerstörung hervor. Starker Kampfwille mit nicht kontrollierbarem Siegeswillen. Ein Beispiel aus seiner Zeit: unter seinem Lehrer Yamaguchi wurde das Jiyu Kumite in einer Art Cup-System ausgeführt, das heisst alle Schüler knieten in einer Reihe und die zwei ersten kämpften gegeneinander. Der Sieger durfte dann einen beliebigen nächsten Schüler zum Kampf auffordern und dieser Sieger wiederum einen nächsten, und so weiter bis schliesslich jeder seinen Kampf bestritten hatte. Murakami selber blieb meistens bis zum Schluss sitzen, weil er wegen seiner extremen und kompromisslosen Art von allen gefürchtet wurde und man ihn nur wenn es nicht mehr anders ging, zum Kampf aufforderte.

Mit zunehmendem Alter, vorallem ungefähr in den letzten zehn Jahren seines Lebens, dies war auch die Zeit als ich ihn kennenlernte und bei ihm praktizierte, zeigte sich Murakami zunehmend als Meisterfigur, ja fast als Vaterfigur. Sein Karate-Do blieb aber wie es immer gewesen war: Kompromisslos, effizient, mit grösstmöglichem körperlichen Einsatz, geprägt von starkem Kampf- und Siegeswillen, perfekt in der Ausführung, natürlichen und „tyfigi“ Bewegungen.

Aus diesen Gegebenheiten unterrichten wir im Murakamikai Schweiz rein traditionelles Karate-Do, mit der Sicht des Budo und des Bushido, eben Karate-Do Murakami. Unser Hauptleiter Martin Wälchli pflegt diese Art der Kunst und des Unterrichts aus höchster Überzeugung.

Nachdem Meister Murakami 1957 nach Europa kam existierten in verschiedenen europäischen Ländern Organisationen mit dem Namen Murakamikai, so auch in der Schweiz. Am 02. Dezember 1982 wurde „Shotokai Schweiz“ gegründet. Dies weil damals das Karate-Do von Meister Murakami unter dem Namen Shotokai Murakami lief. Im Juni 1994, anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Dojo Bern, wurde Shotokai Schweiz umbenannt, das heisst der Murakamikai Schweiz neu gegründet. Nach wie vor unterrichten wir traditionelles Karate-Do nach den Grundsätzen des Budo. Das Honbu Dojo des Murakamikai Schweiz ist das Dojo Bern.

Martin Wälchli

Hauptleiter

Murakamikai Schweiz